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Herstellerübersicht · IVECO

IVECO – S-WAY und zwei Stralis-Generationen

Die schwere IVECO-Fernverkehrslinie führt vom ersten Stralis über den Stralis Hi-Way zum aktuellen S-WAY. XP, NP und neue Motorpakete werden als Entwicklungsstände innerhalb ihrer Grundgeneration erklärt.

Abschnitte und Quellen dieser Seite
IVECO-Technik nach Generation
  • S-WAY · seit 2019
  • Stralis Hi-Way · 2012 bis 2019
  • Stralis · 2002 bis 2012
  • Cursor und xCursor · Reihensechszylinder
  • EuroTronic, Hi-Tronix und Dauerbremsen

Drei Generationen ohne Namensverwechslung

Der 2019 eingeführte S-WAY ist die aktuelle schwere Straßengeneration. Sein direkter Vorgänger ist der Stralis Hi-Way ab 2012; davor steht der erste Stralis ab 2002. Die Namen XP und NP kennzeichnen wichtige Effizienz- beziehungsweise Gasantriebsentwicklungen des Hi-Way, aber keine zusätzliche Grundgeneration.

X-WAY und T-WAY gehören zur aktuellen WAY-Familie, erfüllen jedoch andere Aufgaben: X-WAY verbindet hohen Straßenanteil mit Baustellentauglichkeit, T-WAY ist stärker auf schweren Offroad-Einsatz ausgerichtet. Die drei Generationskarten bleiben deshalb auf den Fernverkehrszweig konzentriert.

Quellenhinweis: IVECO · Stralis Hi-Way 2012 · IVECO · S-WAY 2019

Aktuell: IVECO S-WAY seit 2019

Der S-WAY erhielt gegenüber dem Stralis eine vollständig neue Kabine mit verbesserter Aerodynamik, Sicht, Crashauslegung und Konnektivität. Neuere Modelljahre ergänzen digitales Cockpit, Kameraspiegel und ein erweitertes Assistenzangebot. Änderungen dieser Art werden innerhalb der S-WAY-Generation zeitlich kenntlich gemacht.

Der aktuelle Straßenzweig umfasst Diesel- und Erdgasantriebe sowie den batterieelektrischen S-eWay. Für Elektrofahrzeuge werden Energiespeicher, E-Achse beziehungsweise Antriebseinheit, Rekuperation und Thermomanagement gesondert erklärt; sie sind kein bloßer Ersatz für ein Diesel-Motorkapitel.

  • S-WAY für Fern- und Regionalverkehr
  • X-WAY für gemischte On-/Offroad-Strecken
  • T-WAY für schwere Offroad- und Allradaufgaben

Quellenhinweis: IVECO Deutschland · S-WAY · IVECO Deutschland · X-WAY · IVECO Deutschland · T-WAY

Direkter Vorgänger: Stralis Hi-Way von 2012 bis 2019

IVECO bezeichnete den Stralis Hi-Way 2012 als neue Generation der schweren Baureihe. Kennzeichnend waren das überarbeitete Hi-Way-Fahrerhaus, Euro-VI-Motoren mit HI-eSCR, IVECONNECT und ein erweitertes Paket aus EBS, Stabilitäts-, Spur-, Abstands- und Notbremsfunktionen.

Die 2016 vorgestellten XP- und NP-Varianten entwickelten dieses Fahrzeug weiter. XP bündelte eine verbrauchsorientierte Antriebsabstimmung; NP stand für Erdgas. Beide bleiben innerhalb der Hi-Way-Grundgeneration und werden nicht als vierte Generation gezählt.

Quellenhinweis: IVECO · Hi-Way-Einführung · IVECO · Stralis XP 2016

Davor: erster Stralis von 2002 bis 2012

Der erste Stralis verband die schweren Straßenfahrzeuge mit den modularen Cursor-Motoren und mehreren Fahrerhausgrößen. Die große Überarbeitung 2007 veränderte Außen- und Innenraum deutlich, führte aber nicht zu einem neuen Grundnamen.

Cursor 8, Cursor 10 und Cursor 13 deckten unterschiedliche Leistungsbereiche ab; ein 560-PS-Cursor-13 steht repräsentativ für die späte Spitzenmotorisierung. Getriebe, Abgasstufe und Bremsausrüstung müssen innerhalb der zehnjährigen Laufzeit modelljahrbezogen geprüft werden.

Quellenhinweis: IVECO · Stralis-Überarbeitung 2007 · IVECO · Stralis AS und Cursor 13

Motoren: Cursor und xCursor als Reihensechszylinder

Der aktuelle xCursor 13 ist ein 12,9-Liter-Reihensechszylinder für verschiedene Kraftstoffe. FPT nennt für die Plattform 460 bis 600 PS und 2.300 bis 2.850 Nm; die konkrete S-WAY-Verfügbarkeit unterscheidet sich jedoch nach Markt, Kraftstoff und Fahrzeugausführung. Deshalb werden Plattformmaximum und bestellbares Fahrzeugprogramm nicht gleichgesetzt.

Stralis Hi-Way nutzte Euro-VI-Cursor-Motoren mit HI-eSCR; die späten 480XP und 570XP veranschaulichen die verbrauchsorientierte Weiterentwicklung. Beim ersten Stralis kamen Cursor 8, 10 und 13 über mehrere Emissionsstufen zum Einsatz. Alle hier gezeigten schweren IVECO-Motoren sind Reihensechszylinder.

FPT beschreibt beim XCURSOR 13 eine bedarfsgerechte Öl- und Wasserförderung sowie eine überarbeitete Luftführung. Dahinter steht ein einfacher Zusammenhang: Eine Pumpe benötigt Antriebsleistung. Fördert sie mehr als im jeweiligen Betriebspunkt gebraucht wird, entstehen vermeidbare Verluste. Die Regelung darf die Versorgung allerdings nur so weit verringern, wie Lager, Kolbenkühlung und thermische Belastung es erlauben. Niedriger Verbrauch entsteht damit auch durch angepasste Nebenaggregate, nicht nur durch eine veränderte Einspritzung.

Die Mehrkraftstoffplattform ist keine Aussage, dass derselbe fertig aufgebaute Motor beliebig mit Diesel oder Gas betrieben werden kann. Unterschiedliche Kraftstoffe verlangen passende Gemischbildung, Zündung, Speicherung und Abgasstrategie. Für einen S-WAY müssen deshalb Kraftstoffausführung und freigegebene Fahrzeugkonfiguration vor dem Vergleich technischer Werte feststehen. Ein Plattformmaximum kann nicht als automatisch lieferbarer Datenwert jeder Marktversion übernommen werden.

  • Common-Rail-Einspritzung, Aufladung und Abgasnachbehandlung gemeinsam betrachten
  • Diesel- und Erdgasvarianten besitzen unterschiedliche Verbrennungs- und Tanksysteme
  • Leistung immer zusammen mit Motorcode, Kraftstoff, Markt und Modelljahr nennen

Quellenhinweis: FPT Industrial · xCursor 13 · IVECO/FPT · HI-eSCR

Generischer schwerer Reihensechszylinder mit Turbolader und Nebenaggregaten.
Generische Abbildung – KI generiertReihensechszylinder als allgemeines Anschauungsmodell. Leistungsstufe, Hubraum und Hersteller sind daraus nicht ablesbar.

S-Way MY2024: XC13, TraXon Gen2 und Hinterachse

Für die im November 2023 vorgestellte Way-Überarbeitung nennt IVECO beim XC13-Diesel bis zu 2.500 bar Common-Rail-Druck. Die 500-PS-Stufe wird mit 2.600 Nm, die 580-PS-Stufe mit 2.800 Nm beschrieben. Diese Werte gehören zu dieser Dieselvorstellung; sie sind keine gemeinsamen Kennwerte aller Cursor- oder Gasvarianten.

Der neue Turbolader ist auf niedrige Betriebsdrehzahlen abgestimmt. Zugleich nennt IVECO bedarfsgerechte Nebenaggregate und verringerte Reibung. Die Kombination mit dem zwölfstufigen TraXon Gen2 und der Meritor-17xHE-Achse zeigt den Systemansatz: Motorkennfeld, Gangwahl und Achsübersetzung bestimmen zusammen die Drehzahl bei Reisegeschwindigkeit.

Praxisbezug: Eine längere Achse senkt bei gleicher Geschwindigkeit die Motordrehzahl, verlangt für dieselbe Radzugkraft aber mehr Motormoment. Ob sie zweckmäßig ist, entscheidet daher die Strecke einschließlich Anfahr- und Steigungsbedarf. Die beworbene Verbrauchsverbesserung des Gesamtpakets lässt sich keinem einzelnen Bauteil vollständig zurechnen.

Quellenhinweis: IVECO · Way-Range, 15.11.2023 · XC13 und Antriebsstrang

Generische Common-Rail-Baugruppen mit Hochdruckpumpe, gemeinsamem Rail mit Drucksensor und zwei über getrennte Hochdruckleitungen angeschlossenen Injektoren.
Generische Abbildung – KI generiertPumpe, Druckspeicher und getrennte Injektorleitungen zeigen die Common-Rail-Architektur. Rot hebt den Hochdruckbereich, Blau die Niederdruckversorgung hervor; die generische Ansicht ist kein maßstäblicher hydraulischer Schaltplan.

Getriebe: von EuroTronic zu Hi-Tronix

Im heutigen S-WAY ist Hi-Tronix das prägende automatisierte mechanische Getriebe. Beim späten Stralis Hi-Way verband die 12-Gang-Ausführung Kupplungs- und Schaltaktuatoren mit Hi-Cruise, Eco-Roll und einer vorausschauenden Fahrstrategie.

Der erste Stralis war je nach Modell und Jahr mit manuellen oder automatisierten EuroTronic-Getrieben erhältlich. EuroTronic und Hi-Tronix sind keine klassischen Wandlerautomaten: Der mechanische Zahnrad-Kraftweg bleibt bestehen, während Kupplung und Gangwahl elektronisch und pneumatisch beziehungsweise elektromechanisch betätigt werden.

Beim Straßenfahrzeug dient eine vorausschauende Gangwahl dazu, unnötige Beschleunigung und Schaltvorgänge zu vermeiden. Bei einem T-WAY mit hoher Last auf losem Untergrund können dagegen Traktionsreserve und kurze Zugkraftunterbrechungen vorrangig sein. Gleiche Getriebefamilie bedeutet deshalb nicht gleiche Fahrstrategie. Neben mechanischer Übersetzung gehören Lastannahmen, Schaltprogramm und Nebenantrieb zur Ausführung.

Ein Nebenantrieb zweigt Leistung für den Aufbau ab. Sein Moment und seine Drehzahl müssen zur angeschlossenen Hydraulikpumpe passen. Wird bei gleicher hydraulischer Leistung ein höherer Druck verlangt, kann der erforderliche Volumenstrom kleiner sein; Leitungen, Pumpe und Zylinder bleiben dennoch nach ihren eigenen Grenzwerten auszulegen. Das Motorleistungsmaximum ist kein Ersatz für die zulässige Dauerbelastung des konkreten Nebenantriebs.

Quellenhinweis: IVECO · Hi-Tronix und Hi-Cruise

Generischer Schnitt eines automatisierten Lkw-Getriebes mit Kupplungsglocke, Zahnradgruppen und Schaltaktuatoren.
Generische Abbildung – KI generiertMechanischer Kraftweg und äußere Betätigung als allgemeine Baugruppenansicht; keine maßstäbliche Darstellung eines bestimmten Getriebetyps.

X-Way: Straßenfahrzeug mit abgestufter Baustelleneignung

Der Stralis X-Way wurde 2017 für Baulogistik mit hohem Straßenanteil vorgestellt. IVECO unterschied On, On+ und Off als verschiedene Einsatzkonfigurationen. Diese Unterteilung beschreibt die Auslegung für unterschiedliche Geländebedarfe; sie ist keine dreistufige Motor- oder Abgasgeneration.

Zum damaligen Programm gehörten Cursor 9, 11 und 13 sowie manuelle Getriebe, Allison-Automaten und automatisierte Hi-Tronix-Ausführungen mit zwölf oder sechzehn Gängen. Der hydrostatische HI-TRACTION-Antrieb ergänzte bei Bedarf Traktion an der Vorderachse. Ein Nebenabtrieb zwischen Motor und Getriebe konnte dagegen Aufbauaggregate versorgen: Fahrantrieb und Arbeitsantrieb sind getrennte Aufgaben.

Praxisbezug: Die historische X-Way-Technik darf nicht pauschal mit dem heutigen S-Way-XC13-Antrieb gleichgesetzt werden. Bei Mischer, Kipper und Baustofftransport entscheiden unter anderem Arbeitszyklus, benötigte Bodenfreiheit und Nebenabtriebsbedarf über die geeignete Kombination.

Quellenhinweis: IVECO · Stralis X-Way, Einführung 2017 · Konfigurationen und Antrieb

Freigestelltes vierachsiges Kipperfahrgestell mit Rahmen, Achsen und Hubhydraulik.
Generische Abbildung – KI generiertGenerisches Bau-Lkw-Fahrgestell zur Einordnung von Rahmen, Achsen und Aufbau. Keine Darstellung einer bestimmten Serienausführung.

Bremsen: EBS, Motorbremse und Retarder als getrennte Ebenen

Die Betriebsbremse arbeitet in schweren Straßenfahrzeugen als mehrkreisige Druckluftanlage mit elektronischer Regelung. EBS verteilt die Bremsanforderung, überwacht Systemzustände und koordiniert Zugfahrzeug und Anhänger. Motorbremse und optionaler hydrodynamischer Retarder entlasten die Radbremsen, ersetzen sie aber nicht.

FPT nennt für die xCursor-13-Plattform bis zu 530 kW Motorbremsleistung. Beim Euro-VI-Hi-Way wurde die Klappenmotorbremse gegenüber früheren Ständen verstärkt. Diese Maximalangaben gelten nur für die jeweils beschriebene Motor- und Fahrzeugkonfiguration; Retardertyp und Bremsmoment werden gesondert ausgewiesen.

Die für die XCURSOR-Plattform genannte Motorbremsleistung gehört zu einem bestimmten Ventiltrieb und Betriebsbereich. Für den Vergleich mit einem älteren Stralis ist die Art der Motorbremse mindestens ebenso wichtig wie der Zahlenwert. Das Betriebsbremssystem bleibt ein getrennter Pfad: Druckluft erzeugt Betätigungskraft, Reibung an den Radbremsen setzt Bewegungsenergie in Wärme um, und EBS koordiniert die Anforderung. Ein Retarder kann diese Wärmeaufnahme teilweise verlagern, aber die Haftungsgrenze der Reifen nicht erhöhen.

Quellenhinweis: FPT Industrial · Motorbremse xCursor 13 · IVECO/FPT · Euro-VI-Motorbremse

Generische Druckluftbremsanlage mit Vorratsbehältern, Modulatoren und Radbremsen.
Generische Abbildung – KI generiertDruckluftversorgung, elektronische Regelung und Radbremsen als zusammenhängendes System; keine Herstellerschaltung.

Fahrerhaus, Fahrgestell und Assistenz nach Aufgabe kombinieren

Beim S-WAY bilden AS-Fahrerhäuser und typische 4×2- oder 6×2-Konfigurationen den Fernverkehrsschwerpunkt. X-WAY und T-WAY erweitern das Spektrum um robustere Rahmen, andere Fahrgestellhöhen, mehrere angetriebene Achsen, Sperren und aufbaubezogene Nebenantriebe.

Digitale Spiegel, Fahrerüberwachung, Geschwindigkeits-, Spur-, Abbiege- und Notbremsfunktionen gehören zur jüngsten Entwicklungsstufe, aber nicht zwingend zu jedem Fahrzeug. Beim Generationenvergleich werden Sichtsystem, Sensorik und Softwarestand deshalb ebenso geprüft wie die mechanische Achsformel.

Quellenhinweis: IVECO · aktueller S-WAY

Einsatz: Straße, Crossover und echter Offroad-Betrieb

S-WAY und seine Vorgänger stehen für nationalen und internationalen Fern- sowie Regionalverkehr. X-WAY passt zu Baustellenzufahrt und gemischten Strecken mit hohem Straßenanteil; T-WAY zu schweren Offroad-, Kipper-, Kran- und Allradaufgaben.

Beim Gebrauchtvergleich zählen neben der Generation vor allem Kraftstoffart, Abgasstufe, Fahrerhaus, Achsübersetzung, Getriebecode, Dauerbremse und tatsächliche Achskonfiguration. Die optische Ähnlichkeit zweier Fahrzeuge belegt keine identische Technik.

Generische dreidimensionale Darstellung eines schweren 4-mal-2-Lkw-Leiterrahmenfahrgestells mit Längsträgern, Quertraversen, Vorderachse, angetriebener Hinterachse, Luftfederung und Druckluftbehältern in Dreiviertelansicht auf weißem Hintergrund.
Generische Abbildung – KI generiertLeiterrahmen, Achsen, Federung und Einbauräume als beispielhaftes schweres Straßenfahrgestell. Freie generische Technikvisualisierung; kein originales IVECO-Fahrgestell und keine Herstellerzeichnung.

Generationenordnung

Aktuelle, zweitneueste und drittneueste Generation

Die drei Karten bilden die schweren Straßen-Grundgenerationen. Stralis XP und NP ab 2016 gehören zur Hi-Way-Entwicklung; die Überarbeitung des ersten Stralis 2007 bleibt innerhalb der ursprünglichen Generation.

Aktuelle Entwicklungsstufe

IVECO S-WAY

Seit 2019 · aktuelle Antriebs- und Assistenzupdates

Neue WAY-Fahrzeugfamilie mit vollständig neuem Fahrerhaus, vernetzter Bedienarchitektur sowie Diesel-, Gas- und batterieelektrischen Straßenantrieben.

S-WAY öffnen

Vorheriger Vergleichsstand

Stralis Hi-Way

2012–2019 · XP und NP seit 2016

Euro-VI-Generation mit HI-eSCR, neu geordnetem Fernverkehrsfahrerhaus und später Hi-Tronix samt prädiktiver Hi-Cruise-Regelung.

Stralis Hi-Way öffnen

Frühere Vergleichsstufe

Stralis

2002–2012 · große Überarbeitung 2007

Erste Stralis-Generation mit modularen Cursor-Reihensechszylindern, mehreren Fahrerhausgrößen sowie manuellen und automatisierten EuroTronic-Konfigurationen.

Ersten Stralis öffnen

Einheitlicher Identifikationsstandard

Identifikationssteckbriefe der drei Entwicklungsstufen

IVECO-Leistungsname, vollständiger Fahrzeugcode und Aggregatebezeichnung werden getrennt. Ein AS-, AT- oder AD-Präfix beschreibt nur einen Teil der Konfiguration.

Genannt werden repräsentative, öffentlich belegte Bezeichnungen für europäische Ausführungen. Sie bilden keinen vollständigen Typenkatalog: Markt, Modelljahr, Abgasstufe, Achsformel und Einsatz können andere Kombinationen ergeben. Für ein einzelnes Fahrzeug bleiben FIN/VIN, Fahrzeugunterlagen sowie Motor- und Getriebetypenschild maßgeblich.

  1. Aktuelle EntwicklungsstufeIVECO S-WAY

    Modelle und Bezeichnungen
    S-WAY mit AS-Fernverkehrsfahrerhaus; gebräuchliche Leistungsbeispiele sind S-WAY 480 und 500. AS440S… ist ein baureihenübergreifend verwendeter Teil der IVECO-Variantenbezeichnung und kennzeichnet ohne vollständigen Code und Baujahr nicht die Generation.
    Modernisierung
    Neue WAY-Grundgeneration seit 2019; Updates 2021 sowie der MY24-Antriebs- und Cockpitstand bleiben Modernisierungen innerhalb des S-WAY.
    Motorfamilie und belegter Beispiel-Typcode
    Bei Verbrennern je nach Modelljahr und Kraftstoff Cursor 9, Cursor 11 oder Cursor 13; xCursor 13 gehört zum MY24-Stand. Diese Familien sind nicht über alle Baujahre frei kombinierbar. Der elektrische S-eWay wird separat betrachtet.
    Schaltsystem und belegter Beispiel-Getriebetyp
    Bei den hier behandelten Verbrennern arbeitet Hi-Tronix als automatisiertes 12-Gang-Schaltgetriebe. Der Handelsname ist kein vollständiger ZF-Hardwarecode; dieser wird nur aus der konkreten Fahrzeugdokumentation übernommen.
    Fahrzeug eindeutig zuordnen
    S-WAY 500 oder ein AS-Präfix reicht für Teilezuordnung nicht aus. FIN, vollständiger IVECO-Modellcode und Aggregate-Typschilder bleiben maßgeblich.
  2. Vorheriger VergleichsstandStralis Hi-Way

    Modelle und Bezeichnungen
    Stralis Hi-Way sowie die späteren Varianten XP und NP. Offiziell benannte Leistungsbeispiele sind Stralis 480XP und 570XP.
    Modernisierung
    Grundgeneration ab 2012; XP und NP ab 2016 entwickelten Antrieb, Effizienz und Kraftstoffkonzept weiter, behielten aber das Hi-Way-Fahrerhaus.
    Motorfamilie und belegter Beispiel-Typcode
    Cursor 9, Cursor 11 und Cursor 13; bei XP standen überarbeitete Cursor-Ausführungen im Mittelpunkt. Der genaue FPT-Typ hängt von Leistung und Abgasstufe ab.
    Schaltsystem und belegter Beispiel-Getriebetyp
    Zunächst EuroTronic, beim XP die neue 12-Gang-Hi-Tronix mit Hi-Cruise. Ein konkreter 12TX-Typ darf nicht pauschal auf alle Hi-Way übertragen werden.
    Fahrzeug eindeutig zuordnen
    XP bezeichnet die Effizienz- und TCO-Weiterentwicklung des Diesel-Stralis, NP den Natural-Power-Gasantrieb. Keiner der Zusätze bestimmt allein Fahrerhaus oder Getriebe; der vollständige Modellcode löst die Variante auf.
  3. Frühere VergleichsstufeErster Stralis

    Modelle und Bezeichnungen
    Stralis mit Active-Space-, Active-Time- und Active-Day-Fahrerhäusern, in vollständigen Codes häufig durch AS, AT oder AD eingeleitet.
    Modernisierung
    Einführung 2002 und umfassende Überarbeitung 2007. Fahrerhaus-, Motor- und Emissionsänderungen bis 2012 bleiben Teil der ursprünglichen Stralis-Generation.
    Motorfamilie und belegter Beispiel-Typcode
    Cursor 8, Cursor 10 und Cursor 13 als Reihensechszylinder-Familien. Leistung und Euro-Stufe müssen zum jeweiligen Baujahr passen.
    Schaltsystem und belegter Beispiel-Getriebetyp
    Unter anderem manuelle ZF-Ecosplit- sowie automatisierte EuroTronic-Ausführungen; der 2007er Stand umfasste darüber hinaus automatische Varianten. Gangzahl, Retarder und genauer Hardwaretyp werden nicht aus dem Stralis-Schriftzug abgeleitet.
    Fahrzeug eindeutig zuordnen
    Fahrerhauscode, Gewichtsklasse, Leistung, Achsformel und FIN werden gemeinsam gelesen; erst dann ist eine belastbare Motor-Getriebe-Zuordnung möglich.

Nachprüfbare Grundlage

Quellenbasis dieser Seite

Die technischen Kernaussagen wurden mit den folgenden Hersteller- und Systemanbieterinformationen abgeglichen. Fahrzeugbezogene Reparaturdaten bleiben den Unterlagen des konkreten Baumusters vorbehalten.

Einordnung

Technisches Verständnis, keine Reparaturfreigabe.

Die Darstellung erklärt Aufbau und Funktion. Fahrzeugabhängige Reparaturwerte, Prüfabläufe und Sicherheitsvorgaben müssen immer aus den passenden Herstellerunterlagen entnommen werden.